Saisonbilanz 2006/07

Kategorie: Allgemein

Saisonbilanz 2006/07

Der VfB Stuttgart errang seinen Meistertitel mit insgesamt 25 Spielern, eine normale Quote für einen Meister heutzutage. In den ersten Jahren der Bundesliga, als zunächst gar keine, ab 1968/69 dann zwei Spieler ausgewechselt werden durften, setzten Meister 1. FC Köln (1963/64), München 1860 (1965/66), 1. FC Nürnberg (1967/68) und Borussia Mönchengladbach (1970/71) jeweils nur 15 Spieler ein. Mit den wenigsten Spielern kam jedoch der FC Bayern München bei seiner ersten Bundesligameisterschaft 1968/69 aus, nämlich mit nur 13 (!), unvorstellbar heute.

Meister mit nur 61 Toren

Mit 61 geschossenen Toren war der neue Meister geiziger als viele Meister vor ihm. Mehr Tore schoss aber auch Bayern München bei seinem ersten Bundesliga-Titel 1968/69 nicht.

Den Minus-Rekord hält in dieser Statistik der Überraschungsmeister von 1967, die Braunschweiger Eintracht, die gerade mal 49 Tore in 34 Spielen beim Gegner einnetzte, es folgt Gladbach mit 58 Toren (1977).

Rekordhalter ist hier auch der FC Bayern, der in der Saison 1971/72 als erster und bisher einzige Verein über 100 Tore in einer Saison schoss, nämlich 101, und damals im letzten Spiel der Saison gegen Schalke 04 mit einem 5:1 die 100-Tore-Grenze überschritt und dadurch Meister wurde (bei einem Schalker Sieg hätten diese die Schale erhalten).

Es folgen die Bayern selbst mit 95 Toren 1974 (damals Gladbach als 2. immerhin noch 93 Tore!) und der Hamburger SV 1982.

Es ist übrigens Armin Vehs erster Titel als Trainer. Führend in der Liste der Meister-Trainer ist immer noch Udo Lattek mit 8 Titeln (6x mit Bayern München, 2x mit Gladbach) vor Ottmar Hitzfeld (6x, 2x Dortmund, 4x Bayern), Hans Weisweiler (4x, 3x mit Gladbach, 1x mit dem 1. FC Köln) und Otto Rehhagel (3x, 2x mit Werder Bremen, 1x mit dem 1. FC Kaiserslautern).

Mit 8 Siegen in den letzten 8 Spielen zum Meistertitel

Am 26. Spieltag verloren die Stuttgarter bei Schalke 04 mit 0:1 und hatten 7 Punkte Rückstand auf die führenden Schalker. Der VfB überholte danach mit 8 Siegen am Stück, von Platz 3 kommend, noch Bremen und die Ruhrpottler.

Mehr Siege hintereinander in einer Saison schafften nur die Gladbacher (das waren noch Zeiten: 1986/87), nämlich 10 und wurden damit trotzdem nur Dritter im Endklassement, der 1. FC Köln (9 Siege, 1969/70) und der FC Bayern München. Dem gelangen 9 Siege am Stück sogar drei Mal (1980/81, 2001/02, 2004/05).

Gladbach mit den meisten Spielern und den wenigsten Gegentoren eines Absteigers

Der Tabellenletzte und Absteiger Borussia Mönchengladbach setzte in der abgelaufenen Saison die meisten Spieler ein, nämlich 32. Genützt hat es leider nichts.

Mit nur 44 Gegentoren hat Gladbach fast einen Rekord aufgestellt. Weniger Gegentore hat nur der Absteiger Kaiserslautern 1996 einstecken müssen, nämlich 37.  Auf Gladbach folgt Arminia Bielefeld mit 46 (2003), der Club aus Nürnberg mit 50 (1999) und der FC Homburg, der 1990 nur 51 Gegentore als Absteiger kassierte.

Die meisten Tore hat immer noch der schlechteste Absteiger aller Zeiten, Tasmania 1900 Berlin, in der Saison 1965/66 einstecken müssen: 108. Mehr als 100 Gegentore erhielten nur noch Kickers Offenbach 1984 (106) und Rot-Weiß Essen 1977 (103).


Torschützenkönig Gekas Mittelmaß

Gekas vom VfL Bochum ist der erste griechische Torschützenkönig. Mit seinen 20 Toren hat er genau halb so viele Tore geschossen wie Gerd Müller in der Saison 1971/72. Damals netzte Müller sage und schreibe 40 mal ein (in 33 Spielen), eine unvorstellbare Quote heutzutage. Ihm gelangen auch noch 38 und 36 Tore in einer Saison, damit wurde er annähernd nur erreicht von seinem Namensvetter Dieter Müller, dem einmal 34 Tore gelangen (1976/77 für den 1. FC Köln).

Es gab auch schon mehrmals Torschützenkönige, die nur 17 Tore in einer Saison schossen.

Vasoski und Simunic 3 mal vom Platz

Vasoski von der Frankfurter Eintracht gelang es schon bis zum 13. Spieltag, 2x rot und 1x gelb-rot zu sehen, ein Start-Rekord in 9 Einsätzen, der durch Simunic von der Berliner Hertha zwischen dem 24. und 32. Spieltag noch übertroffen wurde. Der Abwehrspieler sah 2x gelb-rot und 1x rot und benötigte dafür nur 7 Spiele.

Rekordhalter in der ewigen Sünder-Liste sind sie damit natürlich noch lange nicht. Da führt immer noch Jens Nowotny, der 8 mal vom Platz flog (5 mal rot, 3x gelb-rot, 2x für Karlsruhe, 6x für Leverkusen). Er wird verfolgt von Sergej Barbarez, Stefan Effenberg und Torsten Kracht, die jeweils 7 mal vorzeitig vom Platz gehen mussten.