Saisonbilanz 2010/11

Kategorie: Allgemein

Bilanz der 48. Bundesliga-Saison 2010/11

Schon wieder eine Saison der Rekorde!

·Es begann mit der Einstellung eines Start-Rekordes: der FSV Mainz 05 begann mit 7 Siegen hintereinander in die Saison, was vorher nur dem FC Bayern München">Bayern München (1995) und dem Kaiserslautern">1. FC Kaiserslautern (2001) gelang. Kurios: Keiner dieser 3 Vereine wurde am Ende auch Meister.

·Der Meister aus Dortmund startete mit 8 Auswärtssiegen in die Saison und verlor erst am letzten Spieltag der Vorrunde in Frankfurt Punkte in einem Spiel in der Fremde (0:1). Die bisherige Bestmarke lag bei 4 Startsiegen auswärts.

·Zusätzlich stellten die Schwarz-Gelben den Rekord mit Auswärtssiegen in einer gesamten Saison ein: 11, was bisher nur Bremen (2003/04) und dem Hamburger SV (2005/06) gelang.

·Am 2. Spieltag Ende August gab es zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der Eliteliga 7 Auswärtssiege (bei 23:16 Toren für die Gäste).

·Noch nie in einer Saison ist eine Mannschaft in der Rückrunde so abgestürzt wie die Frankfurter Eintracht. Am letzten Spieltag der Vorrunde beendete sie mit einem 1:0 die Auswärts-Siegesserie der Dortmunder und stand auf dem 7. Platz, nur 3 Punkte hinter dem FC Bayern, der damals auf Platz 5 nur einen Europa-League-Platz belegte. Die Mainstädter träumten damals vom Einzug ins internationale Geschäft. Der Traum endete auf dem 17.? Platz (mit dem Abstieg in die 2. Liga?).
Hier bitte den richtigen Tabellenplatz der Eintracht und Abstieg? einsetzen!
Damit übertrafen sie den bisherigen „Rekord“halter Rot-Weiß Essen, das 1970/71 (die Skandalsaison!) nach 17 Spielen sich auf Platz 8 sicher fühlte und dann als Tabellenletzer ins Unterhaus musste.

·Bei den vorzeitigen Trainer-Trennungen wurde der Rekord aus der Saison 2003/04 eingestellt: 14mal mussten die Übungsleiter das Feld räumen, Stuttgart, Köln, Hoffenheim und Wolfsburg feuerten ihren Boss sogar 2mal.

·Die Anzahl von 95 Auswärtssiegen war letzte Saison Rekord. Diesmal wurde die magische Grenze von 100 überschritten.
Achtung: vor dem letzten Spieltag waren es genau 100. Bitte neue Zahl einsetzen.

·Der Zuschauerrekord aus dem vorletzten Jahr (13,174 Millionen)
Jetzt aufpassen: bisher waren es vor dem 34. Spieltag 12,745 Millionen. Ihr müsst also von jedem Spiel des letzten Spieltags die Zuschauerzahl auf den nächsten Tausender aufrunden und dann alle 9 zusammenzählen. Könnte sein, dass es einen neuen Rekord gibt.

ist nur knapp verfehlt worden,
oder alternativ:

wurde knapp übertroffen.
Die endgültige Zuschauer-Gesamtzahl durch 306 teilen, schon habt ihr den Durchschnitt pro Spiel.

Der Meister

Für die Borussen aus Dortmund war es der 4. Bundesliga-Titel. Damit haben sie mit Bremen">Werder Bremen gleichgezogen, vor ihnen stehen nur der Rekordmeister FC Bayern (21) und die Mönchengladbacher (5).

Sie hatten auch die mit Abstand beste Abwehr (nur 21? Gegentore).

Klopp">Jürgen Klopp ist übrigens der siebtjüngste Meistertrainer aller Zeiten. Als er mit seiner Mannschaft den Titel am 32. Spieltag sicherte, war er genau 43 Jahre, 10 Monate und 14 Tage alt. Rekordhalter in dieser Statistik ist übrigens Matthias Sammer, der ebenfalls mit den Dortmundern 2002 Champion wurde und damals etwas älter als 34 ½ Jahre alt war (ihm folgt Udo Lattek, 1972 mit dem FC Bayern knapp 37 ½ Jahre alt).

Vizekusen (diesen Absatz nur, wenn Leverkusen Zweiter wird)

Jupp Heynckes schaffte es nicht, der 8. Trainer zu werden, der mit zwei verschiedenen Mannschaften den Titel holt. Das gelang bisher nur Max Merkel (TSV 1860 München/Nürnberg), Branko Zebec (Bayern/HSV), Hennes Weisweiler (Gladbach/Köln), Udo Lattek (Bayern/Gladbach), Otto Rehhagel (Bremen/Kaiserslautern), Ottmar Hitzfeld (Dortmund/Bayern) und Magath">Felix Magath (Bayern/Wolfsburg).

Torquote nicht überragend

Mit 865? Toren (= 2,8? pro Spiel)

Achtung: so viel waren es vor dem letzten Spieltag. Anzahl 34. Spieltag bitte hinzuzählen und durch 306 teilen.

wurde die Zahl der letzten Saison (866) übertroffen.

Die Zeiten, in denen über 1000 Tore in einer Saison fielen, sind längst vorbei: 1983/84 waren es 1097 (= fast 3,6 im Schnitt) in einer Saison.

2 Jahre hintereinander stand die Torschützenkanone des „kicker“ in Wolfsburg. Erst holte sie Grafite in deren Meisterjahr (28 Tore), dann Dzeko (22). Diesmal ging sie wieder nach München. Gomez">Mario Gomez traf 27?mal und hatte dann doch einen guten Abstand zum Freiburger Cissé (22?). Der Rekordtorschütze nach der Vorrunde, Gekas aus Frankfurt, traf in der Rückrunde nur noch 2?mal.

Der beste Vorbereiter von Toren war ein Spieler einer Mannschaft, die lange gegen den Abstieg kämpfte: Tiffert">Christian Tiffert aus Kaiserslautern legte 16?mal einem Kameraden zum Tor auf, ihm folgt „Jungspund“  Mario Götze vom Meister (15?) und Müller">Thomas Müller (Bayern) mit 13?. Damit erreichte Tiffert nicht den Rekord des Wolfsburgers Misimovic aus dessen Meistersaison 2008/09 (20).

Rekord an Joker-Toren knapp verfehlt

Nach der Vorrunde (60 Joker-Tore) sah es so aus, als ob die eingewechselten Spieler den Rekord aus den Spielzeiten 2004/05 (110) und 2002/03 (100) brechen könnten. Aber sie konnten das hohe Level nicht halten. Es wurden dann doch „nur“ 94?. (Joker-Tore letzter Spieltag hinzuzählen)

Am erfolgreichsten in dieser Saison wechselten ein: Mainz 13, Leverkusen 10, (Dortmund, Stuttgart je 8)

Immer noch Rekord: Bremen 15 (Saison 2006/07).

Fast ein Eigentore-Rekord

SV Hannover 96 stellte mit insgesamt 5 Eigentoren auch den Saisonrekord von Nürnberg (1990/91), 1860-muenchen" class="autolink autolink-team" title="1860 München">1860 München (1997/98) und Rostock (2001/02) ein. Überhaupt gab es in dieser Saison viele Treffer ins eigene Netz: 26. Die Zahl aus der Spielzeit 2001/02 (32) wurde aber nicht erreicht.

Der einzige Spieler, dem 2 Eigentore gelangen, war Per Mertesacker aus Bremen. Am häufigsten netzten Spieler des Hamburger SV ins eigene Tor ein, die Nutznießer waren die Bayern und Bremen mit je 4 geschenkten Toren. Rost">Frank Rost vom HSV war der Torwart, der 4mal vom eigenen Spieler überlistet wurde (Adler, Leverkusen, 3).

„Dauerbrenner“

Achtung: Beim nächsten Absatz darauf achten, ob alle 7 komplett am letzten Spieltag durchgespielt haben, wenn nicht, einfach streichen und die Zahlen vor „Spieler“ verändern!

Keine einzige Minute in der gesamten Saison versäumten 7 Spieler. Erstaunlich ist, dass 4 Feldspieler dabei sind, und zwar Lahm (Bayern), Schmelzer (Dortmund), Simons (Nürnberg) und Westermann (HSV). Die 3 Torleute sind: Neuer (Schalke), Schäfer (Nürnberg) und Ulreich (Stuttgart).

Es wurde wieder mehr aus- und eingewechselt, fast genauso oft wie 2006/07 (1712). Am häufigsten machten davon Nürnberg und der Absteiger St. Pauli Gebrauch., Sie schöpften in jedem der 34 Spiele das volle Einwechselkontingent aus.

Bitte kontrollieren, ob Nürnberg und St.Pauli auch am letzten Spieltag 3 Spieler einwechselten.

Am wenigsten wechselten die Bayern ein: nur 74?mal. Nur 2x wurde gar nicht eingewechselt, sondern mit 11 Mann durchgespielt: von den Bayern am 16. Spieltag (noch unter van Gaal) beim 3:0 gegen St. Pauli und Kaiserslautern am 4. Spieltag beim 2:2 gegen Hoffenheim.

Gladbach mit den meisten Platzverweisen

Letzte Saison war die mit Abstand „fairste“ Saison seit der Einführung der gelb-roten Karte 1991:  Noch nie waren so wenig rote (20) und gelb-rote (21) Karten zu verzeichnen. Diesmal waren es immerhin 56 (31x rot, 25 gelb-rot).

Anzahl gelb-rote und rote Karten vom 34. Spieltag dazuzählen.

Wenn man das mit den anderen 3 Top-Ligen Europas (England, Spanien, Italien) vergleicht, dann kann man die Bundesliga als die fairste Spitzenliga in Europa bezeichnen.

Delpierre (Stuttgart) sah kurioserweise in beiden Spielen gegen Frankfurt rot, Haggui, Hannover, und Höwedes, Schalke, mussten auch 2mal vorzeitig gehen.

In der Vereins-Statistik „führen“ die Gladbacher mit weitem Abstand (8 Platzverweise, 5 rot, 3 gelb-rot).

Damit erreichten sie aber noch lange nicht den Rekord von 1860-muenchen" class="autolink autolink-team" title="1860 München">1860 München (12) aus der Saison 1994/95.

Elfmeterschützen durchschnittlich treffsicher

Es wurden wieder erheblich mehr Elfmeter verhängt. Letztes Jahr (nur 55) war der Tiefststand in 48 Jahren zu vermelden, diesmal waren es immerhin 78?

Anzahl der Elfmeter vom 34. Spieltag dazu!

Der erfolgreichste Elfmeterschütze war Vidal (Leverkusen). Er trat 6mal an und verwandelte jeweils sicher (Daems (Gladbach), Gekas (Frankfurt), Kuzmanovic (Stuttgart) je 4).

Der Lenker im Dortmunder Mittelfeld, Sahin">Nuri Sahin, der nach Madrid abwandert, trat 3mal an und jeweils wurde der Ball vom Torwart gehalten, (Cissé (Freiburg) Diego (Wolfsburg) und Frings (BRE) verschossen 2mal.)

Die erfolgreichsten Elfmetertöter waren Kraft (FC Bayern), Neuer (Schalke) und Wetklo (Mainz) mit je zwei gehaltenen Strafstößen.

Zwei Torhüter standen 6mal einem gegnerischen Spieler zum Elfmeterduell gegenüber: dabei mussten  Schäfer, Nürnberg und Starke (Hoffenheim) 5mal hinter sich greifen. (Neuer, Schalke und Wetklo, Mainz, je 5 Elfer gegen sich).

Die meisten Elfmeter zugesprochen bekam Bremen mit 9 (nur 6 verwandelt) vor Stuttgart 8 (6).

Die meisten Elfmeter wurden mit 7 gegen die Hoffenheimer (6 verwandelt) sowie gegen die Gladbacher und Mainzer (je 4) verhängt, gefolgt von Frankfurt, Nürnberg (5 verwandelt) und Wolfsburg mit je 6 (4).

Apropos Torwarte

Roman Weidenfeller war der beste Torwart dieser Saison, nimmt man die Spiele, in denen keine Gegentore kassiert wurden. Das waren beim Meister-Keeper immerhin 14

(Achtung: falls er gegen Frankfurt ohne Gegentor bleibt, 15 aus 14 machen)

in 32

(letztes Spiel am 34. ST eingerechnet, ich gehe davon aus, dass er spielt)

Spielen, während der letztjährige Beste Neuer">Manuel Neuer (Schalke ) 11mal und Adler">René Adler (Leverkusen) 10mal mit weißer Weste vom Platz gingen.

Stark wieder der meistbeschäftigte Schiedsrichter

Achtung: Dieser Absatz über die Schiedsrichter ist einschließlich 34 Spieltag.

Manuel Gräfe aus Berlin leitete die meisten Spiele: 20 vor Meyer und Stark (je 19). Stark holte  in der ewigen Liste der Referees mit den meisten geleiteten Spielen mit 240 Krug ein und liegt mit diesem zusammen auf Platz 3. Spitzenreiter ist natürlich immer noch Markus Merk mit insgesamt 339 Einsätzen vor Fandel mit 247.

Neuer Zuschauerrekord am vorletzten Spieltag

Die meisten Zuschauer kamen natürlich – wie immer in den letzten Jahren – nach Dortmund: 1,352 Millionen (Schnitt: 79.529), in 13 von 17 Heimspielen waren sie mit 81.000 Zuschauern ausverkauft.

Den eigenen Zuschauerrekord aus der Saison 2003/04 mit 1,358 Mio. (79.882 pro Spiel) haben sie allerdings nicht erreicht. Den Borussen folgt wie in den vergangenen Jahren Bayern München">Bayern München, das seit vier Spielzeiten jedes Spiel ausverkauft hatte mit 69.000 Zuschauern (macht 1,173 Mio. insgesamt).