Saisonbilanz 2012/13
Kategorie: Allgemein
Bilanz der 50. Bundesliga-Saison 2012/13
Der Rekordmeister mit Rekord-Saison!
Der FC Bayern hat in der Jubiläumssaison mehrere Rekorde (für die Ewigkeit?) aufgestellt:
·Die höchste Punktzahl aller Zeiten: 91 (bisher Dortmund letzte Saison: 81).
·Der größte Punkte-Abstand zum Vizemeister: 25 (!), bisher die Bayern selbst mit 20 Punkten 1972/73 (nach der 3-Punkte-Regel).
·Die meisten Auswärtssiege: 15 in 17 Spielen (!), bisher 11 (2x Dortmund, 1x Bremen, HSV und Leverkusen).
·Nur eine Niederlage wie in der Meister-Saison 1986/87, aber damals spielten sie 13mal remis, diesmal gab es nur 4x einen Punkt.
·Auswärts ohne Niederlage wie 1986/87, aber in diesem Jahr nur mit zwei Unentschieden, 1986/87 spielten sie immerhin 11x remis in fremden Stadien.
·Die wenigsten Gegentore aller Zeiten: 18, bisher Werder Bremen 22 (1987/88).
·Die mit riesigem Abstand beste Tordifferenz aller Zeiten: +80.
·21 Spiele ohne Gegentor (!), siehe unsere Graphik.
Vereine mit den meisten Spielen ohne Gegentor in einer Saison
| Verein | Spiele ohne Gegentor | Saison | Tabellenplatz Ende Saison |
| Bayern München | 21 | 2012/13 | Meister |
| Werder Bremen | 19 | 1987/88 | Meister |
| Werder Bremen | 19 | 1992/93 | Meister |
| Bayern München | 19 | 2001/02 | 3 |
| VfB Stuttgart | 18 | 2003/04 | 4 |
| Bayern München | 18 | 2011/12 | 2 |
| Bayern München | 17 | 2007/08 | Meister |
Torquote in der 50. Saison wieder besser
Mit 898 Toren (2,93 pro Spiel) wurde die magische Grenze von 900 fast überschritten, zum letzten Mal war das vor neun Jahren der Fall (909). Die Zeiten, in denen über 1000 Tore in einer Saison fielen, sind längst vorbei: 1983/84 waren es 1097 (= fast 3,6 im Schnitt) in einer Saison.
Zum zweiten Mal hintereinander ging die Torjägerkanone des „kicker“ nicht nach München, zuletzt war das 2011 der Fall (Mario Gomez mit 28 Treffern). Letztes Jahr holte der „Hunter“ Huntelaar">Klaas Jan Huntelaar vom Schalke 04">Schalke 04">FC Schalke 04">Schalke 04 mit 29 Einschüssen im gegnerischen Kasten diese Trophäe. Eine Marke, die zuletzt Karlheinz Rummenigge 1981 erreichte. Dieses Jahr wurde Kießling">Stefan Kießling vom Tabellendritten Leverkusen">Bayer Leverkusen durch sein Tor zum 1:0 beim HSV in letzter Sekunde Rekordschütze mit 25 Toren vor Lewandowski">Robert Lewandowski (Dortmund, 24).
Der erfolgreichste Vorbereiter von Toren war wie im letzten Jahr Franck Ribery vom Champions-League-Finalisten mit 15 Assists. Er erreichte damit nicht seinen eigenen Rekord aus der letzten und den des Wolfsburgers Misimovic aus dessen Meistersaison 2008/09 (jeweils 20). Es folgen sein Mannschaftskamerad Müller">Thomas Müller und der Dortmunder Blaszczykowski mit jeweils 13. Der Torschützenkönig Kießling war auch der klar besteScorer, neben seinen 25 eigenen Toren bereitete er 10 vor, macht zusammen 35 Punkte.
Es gab 130 (2011/12: 139) Heimsiege, 78 (79) Unentschieden und 98 (88) Auswärtssiege. Damit wurde der Rekord von 102 Siegen für Gastmannschaften in der vorletzten Saison fast erreicht.
„Nur“ 71 Joker-Tore
Letztes Jahr waren es 77, diesmal sechs weniger. Der erste Joker-Torschütze war im Eröffnungsspiel der Jubiläumssaison am Freitag, den 24.08.2012 (auf den Tag genau 49 Jahre nach dem Bundesligastart) Götze">Mario Götze vom Titelverteidiger beim 2:1 seiner Dortmunder gegen Bremen">Werder Bremen, der letzte Joker war Sebastian Polter vom Nürnberg">1. FC Nürnberg am letzten Samstag.
Die meisten Joker-Tore erzielten: Schahin">Dani Schahin vom Absteiger Düsseldorf mit 4, ihm folgen mit je 3 Gomez">Mario Gomez (FC Bayern), Polter, Teemu Pukki (Schalke) und Schipplock">Sven Schipplock (Hoffenheim). Damit wurde der Top-Wert von 9 Joker-Toren aus der Saison 2002/03 (Ganea, Stuttgart">VfB Stuttgart) nicht einmal angetastet.
Am erfolgreichsten in dieser Saison wechselten Torschützen ein: Bayern München">Bayern München (10 Joker-Tore) vor dem Teilnehmer an der Abstiegs-Relegation Hoffenheim (8) und Dortmund (7). Immer noch Rekord: Bremen mit 15 (Saison 2006/07).
Wenig Eigentore
Es gab am letzten Samstag noch einmal drei und damit insgesamt 27 (letzte Saison nur 18) Eigentore, der „Rekord“ aus der Saison 2001/02 mit 32 wurde fast erreicht, aber es gab keinen Doppel-Pechvogel:
Die Mainzer stellten mit 4 Eigentoren fast ihren eigenen Saisonrekord aus der 49. Saison und den von Nürnberg (1990/91), 1860-muenchen" class="autolink autolink-team" title="1860 München">1860 München (1997/98), Rostock (2001/02) und Hannover (2010/11) ein (jeweils 5).
Die meisten „geschenkten“ Tore vom Gegner (je 4) bekamen Meister FC Bayern, Düsseldorf und der VfB Stuttgart. Giefer (Düsseldorf), Leno (Leverkusen) und Wetklo (Mainz) waren die Torwarte, die 3mal vom eigenen Spieler überlistet wurden.
Trainer des Jahres
Natürlich tendert da jeder objektive Fußball-Fan zum Meistertrainer „Jupp“ Heynckes. Aber da gibt es auch noch Kandidaten wie
üChristian Streich: Als der Freiburg">SC Freiburg nach der Vorrunde 2011/12 nicht nur seinen Vorgänger Sorg entließ, sondern auch noch den Top-Torjäger Cissé">Papiss Demba Cissé an den englischen Club Newcastle United verkaufte und dann noch den Jugendtrainer aus dem eigenen Verein zum Cheftrainer berief, dachten viele Fußballfans, dass die Breisgauer der erste Absteiger sind. Aber der Trainer-Newcomer sicherte seinem SC schon am drittletzten Spieltag den Klassenerhalt und führte ihn in diesem Jahr in die Europa League.
üArmin Veh: Mit der Frankfurter Eintracht gelang es ihm nach 15 Jahren wieder einmal, einen Aufsteiger in den Europapokal zu führen. Zuletzt schaffte dies Otto Rehhagel mit dem Kaiserslautern">1. FC Kaiserslautern 1998, die wurden damals als bisher einziger Neuling sogar Meister.
üMarkus Weinzierl: dem Augsburg">FC Augsburg hatten die meisten Fans nach einer schwachen Vorrunde (nur 9 Punkte) nur sehr geringe Chancen auf den Klassenerhalt gegeben. Aber der Trainer-Neuling führte die Schwaben durch eine hervorragende Rückrunde am letzten Spieltag auf den sicheren 15. Platz.
Trainer-Trennungen gab es nur 7. Nur die Hoffenheim">TSG 1899 Hoffenheim feuerte ihren Boss 2mal (erst Babbel, dann Kurz).
„Dauerbrenner“
Fünf Torleute versäumten keine einzige der 3040 Minuten in der gesamten Saison: Baumann (Freiburg), Benaglio (Wolfsburg), Mielitz (Bremen) und wie in der letzten Saison Ulreich (Stuttgart) sowie Zieler (Hannover).
Feldspieler Westermann">Heiko Westermann wurde nur einmal in seinen 34 Spielen ausgewechselt. Der beständigste Feldspieler ist allerdings seit drei Jahren der Belgier Timmy Simons, der seit seinem Wechsel nach Nürnberg alle 102 Spiele absolviert hat bei nur 4 Auswechslungen. Er ist immerhin schon 36 Jahre alt.
Als Ausländer mit den meisten Spielen hat sich der Peruaner Pizarro">Claudio Pizarro mit seinen 20 Einsätzen beim Rekordmeister mit inzwischen 353 Spielen vom Georgier Kobiaschwili">Levan Kobiaschwili und Zé Roberto (beide 336) abgesetzt.
Aus- und Einwechselspieler
Nur der Augsburg">FC Augsburg schöpfte in jedem der 34 Spiele das volle Einwechselkontingent aus. Hanke">Mike Hanke aus Mönchengladbach war in der abgelaufenen Saison der Mann mit den meisten unvollständigen Spielem: In seinen 32 Spielen spielte er nur dreimal die 90 Minuten durch, 10mal wurde er aus- und 19mal eingewechselt. Am Häufigsten ausgewechselt wurde Aigner">Stefan Aigner (Frankfurt): 24mal in 34 Spielen, 22mal in 27 Spielen wurde Hegeler">Jens Hegeler (Leverkusen) eingewechselt.
Gladbach mit den meisten Platzverweisen
31 rote und 33 gelb-rote sind sechs Hinausstellungen mehr als im letzten Jahr. Sechs Spieler (letzte Saison 4) flogen 2x vom Platz: Fink (Düsseldorf), Harnik (Stuttgart), Lukimya (Bremen), Matmour (Frankfurt), Parker (Mainz) und Salihovic (Hoffenheim). In der Vereins-Statistik „führen“ die Stuttgarter mit 7 (3 gelb-rot, 4 rot) vor Bremen und Fürth mit jeweils 6. Damit erreichte der VfB aber noch lange nicht den Rekord von 1860-muenchen" class="autolink autolink-team" title="1860 München">1860 München (12) aus der Saison 1994/95. Die Schiedsrichter Brych, Stark und Zwayer stellten jeweils 6 Akteure vom Platz.
„Böser Bube“ bei den gelben Karten war in dieser Saison nicht Jones">Jermaine Jones (Schalke), sondern gemeinsam Reinartz (Leverkusen), Schuster (Freiburg) und Zambrano (Frankfurt) mit je 11 gelben Kartons.
Elfmeterschützen überdurchschnittlich treffsicher
Es wurden genauso viel Elfmeter verhängt wie vorletzte Saison (83). 63 wurden verwandelt, 14 gehalten und 6 gingen vorbei oder an Latte/Pfosten. Eine Verwandlungsquote von knapp 76%, was dem Durchschnitt aus allen 50 Jahren fast entspricht. Die eifrigsten Elfmeterschützen waren Ibisevic mit 7 (5 verwandelt) vor Hunt (Bremen) mit 6 (5 ins Tor). Leno">Bernd Leno (Leverkusen) stand 8mal einem gegnerischen Spieler zum Elfmeterduell gegenüber, einen konnte er halten. Es folgt ter Stegen (Gladbach) mit 7 (2 verschossen). Die besten Elfmetertöter waren Hesl vom Absteiger Fürth, der beide gegen ihn verhängten 11er hielt, und Adler">René Adler (HSV), der zwei von vier abwehrte. Die meisten Elfmeter zugesprochen bekam Leverkusen">Bayer Leverkusen mit 8 (nur 4 verwandelt) vor den Borussen aus Dortmund und dem Stuttgart">VfB Stuttgart mit je 7 (je 5). Die meisten Elfmeter wurden mit 8 gegen die Leverkusener (7 verwandelt) und Gladbacher (6) gegeben.
Apropos Torwarte
Manuel Neuer war wie in der letzten Saison der beste Torwart, nimmt man die Spiele, in denen er keine Gegentore eingefangen hat. Das waren beim Meister-Keeper immerhin 18 In 31 Spielen, während der Freiburger Baumann immerhin 13mal (in 34 Spielen) mit weißer Weste vom Platz ging. Die meisten Tore musste der Bremer Mielitz">Sebastian Mielitz aus dem eigenen Netz holen: 66 vor dem Hannoveraner Nationaltorwart Zieler">Ron-Robert Zieler mit 62 in jeweils 34 Spielen.
Nur ein Schiedsrichter mit 18 Spielen
Felix Brych leitete 18 Spiele, ihm folgen mit 17 Gagelmann, Kircher, Stark und Zwayer. Stark">Wolfgang Stark verbuchte damit bereits 276 Einsätze in der Eliteliga und hat damit seinen Vorsprung vor dem Dritten Fandel">Herbert Fandel (247) ausgebaut, dem aber Meyer mit 241 Berufungen auf den Fersen ist. Es führt natürlich noch immer Markus Mark (339).
Dortmunds Zuschauerrekord
Die meisten Zuschauer kamen natürlich – wie immer in den letzten Jahren – nach Dortmund: 1,376 Millionen (Schnitt: 80.941), nur ein Heimspiel war mit 80.000 Zuschauern nicht ganz ausverkauft (gegen Wolfsburg). Damit knackten sie sogar ihren bisherigen Zuschauerrekord aus der letzten Saison. Den Borussen folgen wie in den vergangenen Jahren Bayern München">Bayern München, das seit sechs (!) Spielzeiten jedes Spiel ausverkauft hatte, in dieser Spielzeit sogar mit je 71.000 Zuschauern (macht 1,207 Mio. insgesamt) und Schalke 04">Schalke 04 mit 61.529 (1,046 Mio). Insgesamt kamen zu den 306 Spielen 13,183 Millionen Besucher, das sind 767.000 weniger als im Rekordjahr zuvor. Grund: Das Ausscheiden von Vereinen mit großen Stadien wie Hertha BSC">Hertha BSC Berlin">Hertha BSC">Hertha BSC Berlin, Köln">1. FC Köln und Kaiserslautern">1. FC Kaiserslautern am Ende der 49. Saison und dem gleichzeitigen Nachrücken von der Spvgg. Fürth">Greuther Fürth, dessen Stadion lediglich eine Fassungsvermögen von 18.000 Menschen hat. Der Durchschnittsbesuch von 43.082 pro Spiel ist aber immer noch der mit Abstand höchste in Europa und wird weltweit nur noch von dem Schnitt der nordamerikanischen Football-League übertroffen.