Saisonbilanz 2021/22
Kategorie: Allgemein
Die Bilanz der Fußball-Bundesliga-Saison 2021/22:
Robert Lewandowski erfolgreichster Torschützenkönig
Lewandowski stellt Gerd Müllers Rekord ein
Robert Lewandowski wurde zum 7. Mal Torschützenkönig in der Bundesliga, davon 5mal in Folge seit der Saison 2017/18. Damit hat er mit Gerd Müller gleichgezogen, aber dem gelang das nur drei Mal hintereinander (1972-74). Mit seinen 35 Toren imn 34 Spielen kam er nicht an seinen Rekord von 41 (in 29 Spielen!) aus der letzten Spielzeit heran, hatte aber vor dem Zweiten Patrick Schick (Leverkusen) immerhin elf Tore Vorsprung (27 Spiele), Dritter wurde Erling Haaland (Dortmund mit 22 (in 24 Einsätzen).
Etwas mehr Tore und weniger Auswärtssiege
Die 982 Goals aus der vorletzten Saison das war mit 3,21 Toren pro Spiel der beste Durchschnittswert seit der Saison 1986/87 wurden nicht erreicht. Heuer waren es 954, 20/21 nur 928, das war aber immer noch ein Schnitt von knapp über 3 in jedem Match. Nach dem Rekord an Auswärtssiegen von 114 aus der vorletzten Saison und den 96 in der letzten gab es 21/22 nur noch 90. Kurios: Gab es im Vorjahr in der Rückrunde 23 Heimsiege als in der Vorrunde (76 zu 53), so waren es in der abgelaufenen Spielzeit 9 weniger (67 zu 76).
Lewa auch mit den meisten Doppelpacks:
Es gab in dieser Runde 80 (20/21: 84; 19/20: 91) Doppelpacks, also Spieler, die in einem Spiel zwei Tore oder mehr erzielten. Darunter waren nur sieben Dreierpacks und ein Viererpack, letzterer diesmal nicht von Lewa, sondern von Patrik Schick beim 7:1-Sieg der Leverkusen gegen den Absteiger Fürth am 14. Spieltag.
Als Gerd Müller 1971/72 40 Tore erzielte, waren 12 Doppelpacks dabei, diese Marke erreichte der Dortmunder Haaland in der letzten Saison fast mit 11, gefolgt von Lewandowski mit 10. Heuer war der Pole mit 9 vor Haaland (8) und Schick (5).
In der ewigen Bestenliste hat Lewa jetzt insgesamt 80 und kann Gerd Müller (87 DoPas+) noch ein- und überholen, sofern er nicht vor Ablauf seines Vertrags (2023) die Bayern und die Bundesliga verlässt.
Die meisten Doppelpacks bei den Torhütern kassierte Florian Müller mit 8. Die erfolgreichsten Vereine waren die beiden Tabellenersten FC Bayern und Dortmund mit je 13. Die meisten DoPas kassierte Tabellenletzter Fürth (10).
Wieder viele Joker-Tore
Die 146 Joker-Tore (20/21: 129) Joker-Tore sind auf den Punkt die Einstellung des Rekordes aus 2018/19, aber mit 3,8 pro Spieltag sehr ordentlich. Die erfolgreichsten Einwechsler waren Petersen (Freiburg) und Choupo-Moting (FC Bayern) mit jeweils 4 Toren. Außerdem konnte Petersen seinen Vorsprung in der ewigen Joker-Tore-Bestenliste mit jetzt 33 JoTos auf den Zweiten Claudio Pizarro (21) und den Dritten Alexander Zickeler (18) ausbauen.
Bei den Vereinen waren in dieser Spielzeit vorne: Dortrmund 14 vor gleich vier Clubs: Augsburg, FC Bayern, Freiburg und Hoffenheim je 11.
Aus- und Einwechslungen
Während der gesamten Spielzeit durften die Vereine zum zweiten Mal in de BL-Geschichte nicht nur drei, sondern sogar bis zu fünf Spieler einwechseln. Also waren statt der üblichen 102 sogar 170 Aus-/Einwechslungen möglich. Trotzdem ließ der Gladbacher Co-Trainer Peintinger (Hütter war an Corona erkrankt) am 27. Spieltag beim abgebrochenen Spiel in Bochum alle 11 Akteure bis zum Abbruch in der 69. Minute durchspielen. Die Augsburger wechselten in einem der 34 Saisonspiele, am 17. Spieltag, nur vier Spieler ein, ansonsten schöpften sie immer das Einwechselkontingent aus, ergibt 169 insgesamt. Am wenigsten machten die Gladbacher vom Einwechseln Gebrauch, 118mal.
Der Freiburger Jeong spielte in keinem seiner 32 Einsätze 90 Minuten durch (23mal raus, 9mal rein). Ihm folgen sein Mannschaftskamerad Demirovic mit 31 (9/22) und Voglsammer, Union Berlin (5/26). Letzterer verzeichnete auch die meisten Einwechslungen. Am häufigsten vom Feld geholt wurde Awoniyi (Union Berlin): 28mal in 31 Spielen.
Immer dabei
Nur zwei Spieler verpassten in allen 34 Saisonspielenkeine einzige Minute: der Feldspieler Christian Günter (Freiburg), der auch schon letzte Saison immer dabei war, und der Torwart Rafal Gikiewicz vom FC Augsburg. Chapot!
Die meisten Spieler setzte der Hauptstadtverein Hertha BSC ein, 36. Damit gefährdete er beim weiten nicht den Rekordhalter FC Schalke 04, der in der vergangenen Saison auch mit 42 Akteuren nicht den Abstieg verhindern konnte.
Elfmeter
2021/ 22 wurden nur 83 Elfmeter verhängt (2020/21: 111). Der Top-Wert aus der Saison 1974/75 (126) blieb weit entfernt. 70 wurden verwandelt, 10 gehalten und drei landeten an Pfosten oder Latte bzw. wurden neben das Tor geschossen. Bemerkenswert: vom 20. Spieltag bis zur 11. Minute beim Saisonfinale wurden 32 11er in Folge verwandelt! Dann hielt der Kölner Torwart Schwäbe den Strafstoß des Stuttgarters Kalajdzic.
Am häufigsten, je 6mal, traten Haaland (Dortmund) und Grifo (Freiburg) vom Punkt an. Während der Norweger alle verwandelte, scheiterte Grifo im Dezember letzten Jahres am Hoffenheimer Torwart Baumann. Ihnen folgen mit je 5 (alle verwandelt) Hrgota vom Absteiger Fürth, Kruse (Union Berlin 3, Wolfsburg 2) und Lewandowski. Stefan Ortega vom Absteiger Bielefeld stand am häufigsten einem gegnerischen Schützen gegenüber: 7mal. Jedes Mal musste er den Strafstoß aus dem Netz holen.
Die meisten Elfmeter bekamen die Dortrmunder zugesprochen: 11. Alle wurden verwandelt. Es folgen die Leipziger mit 9 (8 verwandelt). Acht 11er wurden gegen Bochum (nur fünf verwandelt) und Hertha BSC (alle drin) verhängt. .
Torhüter
Diesmal wurde der Titel König der weißen Westen fünf Mal vergeben: Casteels (Wolfsburg), Flekken (Freiburg),
Gulacsi (Leipzig), Neuer (FC Bayern) und Zentner (Mainz) hielten 10mal ihren Kasten sauber.
Yann Sommer (Gladbach) musste 60mal in 33 Spielen hinter sich greifen und den Ball aus dem eigenen Netz holen.
Gelbe Karten/Platzverweise
Im Vorjahr wurde der bisherige Minusrekord von 40 Hinausstellungen aus der Saison 2015/16 mit 33 unterboten (18mal gelb-rot, 15 rot). 2021/22 aber gab es so wenig Platzverweise wie noch nie seit der Einführung der gelb-roten Karte 1991: 24 (10 gelb-rot, 14 rot). Rekord sind immer noch die 98 (!) aus der Saison 1994/95. Der erste Trainer,der mit rot auf die Tribüne musste, war Thomas Reis vom VfL Bochum bei der 0:3-Niederlage in Freiburg am 30. Spieltag.
Die meisten gelben Karten sahen:Demirbay undDiaby (8 gelbe, 1x gelb-rot, beide Leverkusen) Koné und Stindl (beide Gladbach), je 10. Bei den Vereinen waren die Freiburger die fairsten mit nur 33 gelben Kartons, dahinter die Bayern mit 36. Mehr als doppelt so viele kassierten die Hoffenheimer mit 75, einen mehr als Augsburg.
Eigentore
gab fast es mit 31 vier mehr als letzte Spielzeit. Gleich drei Spieler trafen zwei Mal ins eigene Netz: Baumgartl (Unimon Berlin), Bella Kotchap (Bochum) und Griesbeck (Fürth). Die Pechvögel der Saison waren die Fürther mit fünf Eigentoren.
Trainer-Entlassungen
Letztes Jahr gab es so viele Trainer-Trennungen wie noch nie: 16, davon zogen vier Coaches die Ausstiegsklausel. 2021/22 waren es nur neun. Relegationsteilnehmer Hertha BSC entließ gleich zwei Trainer, Dardai und Korkut. Weinzierl zählt nicht zu den Geschassten, er ließ seinen Vertrag auslaufen, während Hütter (Gladbach) von sich aus aus dem bis 2024 laufenden Vertrag ausstieg. Übrigens: In der Saison 1972/73 gab es die wenigsten Trainer-Entlassungen (2), da wurde erst nach dem 23. Spieltag der erste Trainer gefeuert (Hipp, Hannover).