Saisonbilanz 2025/26
Kategorie: Allgemein
Die Bilanz der Fußball-Bundesliga-Saison 2025/26:
Fast die Tausender-Schwelle bei den Toren überschritten
12 Trennungen von Cheftrainern gab es (Vorsaison 8). Der erste vorzeitig Entlassene war bereits nach dem zweiten Spieltag Erik ten Hag von Leverkusen.. Nur eine Runde später folgte ihm Gerardo Seoane (Gladbach). Die Nr. 11 war dann in Frankfurt Dino Toppmöllers Nachfolger Albert Riera einen Tag nach dem Saisonabschluss, der Leverkusener Coach Hjulmand als Nr. 12 sogar erst zum 30.06.2026.
Als einziger Verein feuerte Relegations-Absteiger Wolfsburg zwei Coaches: Paul Simonis nach dem 10. und seinen Nachfolger Daniel Bauer nach Spieltag 25. Der dann installierte alte Trainer-Fuchs Dieter Hecking konnte die VW-Städter zwar vom Abstiegsplatz 17 auf den Relegationsplatz hieven, aber die wurde gegen Paderborn in der Verlängerung des Rückspiels verloren.
12 gelbe Karten bekam „Raubein“ Eric Martel vom Aufsteiger Köln (10 elbe und 1x gelb-rot). Ihm folgen der in der ewigen „Sünder“liste führende Dominik Kohr (Mainz, 9 gelbe, 1x gelb-rot) und Remberg (HSV) mit 11 wie letztes Jahr in Kiel (!) sowie Baumgartner (Leipzig), Capaldo (HSV) und Hajdari (Hoffenheim) je 10.
15 weiße Westen hat der Schweizer Nationaltorhüter von Borussia Dortmund, Gregor Kobel in 34 Einsätzen aufzuweisen. So oft blieb er ohne Gegentor. Danach blieben Nicolas (Gladbach) 13mal, Nübel (Stuttgart) 11mal (beide auch immer dabei) und 10mal in nur 23 Spielen Gulacsi (Leipzig) ohne Erfolg des Gegners.
17 Spiele leiteten die beiden auch international pfeifenden Schiedsrichter Felix Zwayer (einziger deutscher Referee bei der am 11. Juni startenden WM) und Sven Jablonski. Mit 263 bzw. 126 Begegnungen stehen sie insgesamt zu Buche. 16 Matches pfiff Daniel Siebert (gesamt 202), 15 Benjamin Brand (98). Vier bekannte Spielleiter beendeten aus eigenem Entschluss ihre BL-Karriere: Deniz Aytekin (254 Einsätze), Tobias Welz (156), Frank Willenborg (110) und Patrick Ittrich (94).
20 Eigentore (Vorjahr 25) wurden registriert. Die Autostädter aus Wolfsburg holten vier Mal den Ball aus dem eigenen Netz, und das an nur drei Spieltagen hintereinander (14.-16.). Die Pechvögel waren Koulierakis in Gladbach (trotzdem 3:1 gewonnen), Seelt beim 3:4 gegen Freiburg und Fischer und Jenz beim desaströsen 1:8 in München. Es folgen mit je zwei Einschlägen im eigenen Netz Augsburg, Bremen, Gladbach und Mainz. Von den Eigentoren der Gegner profitiert haben Hoffenheim (4mal) vor den Bayern (3).
24 mal wurde Stefan Schimmer (Heidenheim) in 27 Matches eingewechselt. Ihm folgt mit 23 Hereinnahmen in 30 Einsätzen der vom letztjähriger Absteiger Kiel nach Mönchengladbach gekommene Shuto Machino. Von der Bank 22mal kamen Ezechiel Banzuzi (RB Leipzig) in 24 und Connor Metcalfe (FC St. Pauli) in 25 Spielen.
26 Auswärtsspiele überstand Rekoredmeister FC Bayern ohne Niederlage, davon alle 17 Begegnungen in fremden Stadien in dieser Saison. Diese Serie läuft seit dem 11. Januar 2025. Es ist also durchaus möglch, dass die Münchner in der nächsten Saison den Rekord von Bayer Leverkusen erreichen. Die Chemiestädter siegten 25mal von August 2023 bis Oktober 2025 auf fremden Plätzen und spielten 12mal remis. Macht 37 Matches ohne Niederlage auswärts.
27 mal ausgewechselt wurde Fisnik Asllani (Hoffenheim) in 33 Einsätzen, ein Mal weniger Ransford-Yeboah Königsdörffer (Hamburger SV). Dieser Akteur hat bereits seinen Wechsel nach Mainz bekanntgegeben.
32 unvollständige Spiele absolvierte Chris Führich vom VfB Stuttgart. 20x raus und 13x rein (ein Mal rein- und raus am 2. Spieltag!) und pausierte nur in der 6. Runde. Mit seinen sieben Toren leistete er einen wichtigen Beitrag zum überraschenden 4. Platz, was den Einzug in die ChampionslLeague für die Landeshauptstädter bedeutete.
30mal weniger als 90 Minuten stand Andrej Kramaric (Hoffenheim) auf dem Platz, 22mal wurde er ausgewechselt, 8mal kam er rein, nur 4mal spielte er durch und trug mit seinen 14 Toren wesentlich zum Erreichen eines Europa-League-Platzes für die Kraichgauer bei.
Ebenfalls 30 unvollständige Spiele weist der bereits unter „24“ erwähnte Machino auf: 7 raus, 30 rein.
36 Tore durch den Torschützenkönig Harry Kane vom Rekordmeister sind 10 mehr als in der vorherigen Saison, aber immer noch fast doppelt so viel wie der Zweite der Torjägerliste, Deniz Undav aus Stuttgart mit 19 Goals. Auf den nachfolgenden Plätzen: Guirassy (Dortmund) mit 17, Schick (Leverkusen) mit 16 und das FC Bayern-Duo Luis Diaz und Michael Olise mit 15.
51 zu 57 lautet die Torbilanz des SC Freiburg. Dass eine Mannschaft mit negativer Tordifferenz nach Abschluss der Saison Platz 7 belegt und damit sogar in der Qualifikation zur Conference League antreten darf, hat es bisher nur im letzten Jahr gegeben. Damals landete der gleiche Verein sogar auf Rang 5, mit einem Torverhältnis von 49:53 qualifizierten sich die Breisgauer sogar für die Europa League und erreichten das Endspiel, in dem sie dem englischen Vertreter Aston Villa Birmingham allerdings 0:3 unterlagen.
52 Spieler wurden von den Referees des Feldes verwiesen (23 gelb-rot, 29 rot), zwei weniger als letztes Jahr. Sechs Sünder mussten zwei Mal vorzeitig runter: 2x gelb-rot: Stark (Bremen), 1x gelb-rot, 1x rot: Fabio Vieira (HSV) und Kohr (Mainz), 2x rot: Castrop (Gladbach), Manzambi (Freiburg) und Nebel (Mainz). Die meisten Hinausstellungen aller 18 Klubs wies der Aufsteiger Hamburger SV auf: acht (5x gelb-rot, 3x rot). Den Hansestädtern am nächsten kamen mit je fünf Platzverweisen: Bremen (3/2) und Mainz (1/4). Nur RB Leipzig blieb ohne Matchstrafe. Die Schiedsrichter mit den meisten Feldverweisen waren Aytekin und Storks mit sechs sowie Dingert, Schlager und Stieler mit vier.
69 Gegentore in 34 Spielen musste Torwart Kamil Grabara vom VfL Wolfsburg einstecken. Ihn erreichte mit 67 Einschlägen fast Ramaj vom Absteiger Heidenheim, der aber drei Spiele weniger absolvierte. Danach mussten Schwäbe (Köln) 63mal, Dahmen (Augsburg) 61mal und Vasilj vom Absteiger St. Pauli 60mal die Kugel aus dem eigenen Netz holen.
74 mal (Vorjahr: 68) wurden Trainer oder Mitglieder des Trainerstabs von den Referees bestraft, so viele wie noch nie. Davon 68 mit gelb und 6x mit rot auf die Tribüne geschickt (davon nur ein Cheftrainer: Baumgart, Union Berlin). Überhaupt fällt auf, dass 39x Co-, Torwart- oder Athletik-Trainer, ja sogar Physio (HSV), Team-Arzt (HSV), Team-Manager (FC Bayern) und Zeugwart (FC Bayern) gelb sahen, Physio Roussis vom HSV sogar rot. Sortiert man nach Vereinen, wird es interessant: Hamburger SV liegt „vorne“ mit 13, Freiburg und Mainz folgen mit weitem Abstand: je 7, danach Augsburg und Wolfsburg je 6. Vorbildlich mit je nur einer gelben Karte: Heidenheim und Leipzig.
89 mal genau (Vorjahr: 100!) wurden zwei Tore oder mehr von einem Spieler in einem Match erzielt. Am erfolgreichsten war wieder Harry Kane mit zehn (!) Doppelpacks (Vorjahr 6). Es folgen Schick (Leverkusen) mit fünf und Baumgartner (Leipzig), Burkardt (Frankfurt) sowie Kramaric (Hoffenheim) mit je vier DoPas.
97 Auswärtssiege (14 weniger als letzte Spielzeit) gab es in dieser Saison, dafür 17 Heimsiege mehr:134.
102 Minuten immer dabei. Nur drei Feldspieler verpassten keine einzige Minute in allen 34 Saisonspielen: der Berliner Unioner Danilho Doekhi und der Kapitän des 1. FC Heidenheim, Patrick Mainka. Eine unglaubliche Beständigkeit: nie verletzt, keine Gelbsperre, kein Platzverweis. Mainka gelang dies bereits in der Aufstiegssaison der Ostalbler und 2024/25. Seit es 1995/96 zum ersten Mal drei Einwechselspieler gab, gelang es nur zwei anderen Spielern, zwei Spielzeiten in Folge keine einzige der 6120 Minuten zu verpassen: FC Bayerns Philipp Lahm 2009-2011 und dem Freiburger Christian Günter (2020-22). Außer Doekhi und Mainka spielte auch Maximilian Eggestein (Freiburg) immer durch.
109 Elfmeter wurden verhängt, Deutlich mehr als im Vorjahr, da waren es nur 83, 23/24 immerhin 101. 14 wurden von den Torhütern abgewehrt, neun trafen Latte/Pfosten oder gingen am Kasten vorbei. Wurden 2024/25 fast 28% aller verhängten Strafstöße von den Keepern gehalten, waren es diesmal nur knapp 13%. Auffallend war der Wolfsburger Keeper Kamil Grabara. Er sah sich 14mal einem gegnerischen Schützen gegenüber und stellte damit den Saisonrekord des Hannoveraners Ralf Raps beim Abstieg von Hannover 1985/86 ein. Elf wurden gegen ihn verwandelt, zwei hielt er und einer ging daneben. Grabara war da erfolgreicher. Er parierte von den 14 immerhin drei und zwei gingen am Kasten vorbei. Heuer Fernandes (HSV) und Nübel (Stuttgart) standen je 10mal einem gegnerischen Schützen gegenüber. Der Hamburger parierte zweimal, zweimal ging der Ball vorbei. Nübel konnte nur einmal halten.
Torschützenkönig Harry Kane traf seit seiner Verpflichtung durch den FC Bayern 24mal in Folge vom Punkt. Erst beim elften Elfer dieser Saison am 33. Spieltag schoss er in Wolfsburg vorbei. Damit hatte er den Saisonrekord an geschossenen Strafstößen von Paul Breitner übertroffen. Der verwandelte 1980/81 zehn von zehn. Mit Abstand folgt Amiri (Mainz) mit acht vor Kramaric (Hoffenheim) fünf (beide alle verwandelt), Schick (Leverkusen) scheiterte einmal am Torwart bei fünf Versuchen. Die meisten Strafstöße bekam Bayern zugesprochen: 12 (Kane 11, 10 verwandelt, Musiala 1 verw.) vor Mainz (8 verw.) und Dortmund je 9 (6 verw.) sowie Leverkusen 8 (7 verw.).14 gegen sich hatte natürlich – siehe oben Torwart Grabara – Wolfsburg: (9 verw.) vor dem HSV (11, nur 6 verw.).
121 Spieler mit ausländischer Staatsbürgerschaft feierten in dieser Saison ihr Debüt in der Eliteliga (Vorjahr: 126). Die meisten kamen aus Frankreich: 13, gefolgt von zehn Japanern (!).
180 Joker-Tore fielen durch Spieler, die von der Bank auf das Feld geschickt wurden. Damit wurde der Rekord aus der Saison 2022/23 (151) deutlich überboten. Die erfolgreichsten Joker waren Burkardt (Frankfurt), Kane (FC Bayern) und Schimmer (Heidenheim) mit je 5, wobei bei letzterem auffällt, dass er alle seine JoTos in der Vorrunde erzielt hat. Demirovic (Stuttgart), El Mala (Köln), Jeong (Union Berlin) sowie Waldschmidt (Köln) folgen mit je 4. Bei den Vereinen waren vorne: FC Bayern 20, Dortmund 17 und Stuttgart je 17 sowie Frankfurt 14. Die Münchner übertrafen damit ihren eigenen bisherigen Rekord von 17 JoTos in einer Saison, den auch noch Bremen hielt.
188 gelbe Karten wurden für Einwechselspieler gezückt, davon für Kristensen (Frankfurt), Pherai (HSV) und Svanberg (Wolfsburg) jeweils gelb-rot. Der absolute Negativhöchstwert von 199 aus der letzten Saison wurde nicht ganz erreicht. Diese hohen Zahlen lassen sich damit erklären, dass seit Corona fünf Akteure eingewechselt werden dürfen.
Spitzenreiter bei den Spielern sind Ceesay (St. Pauli) bei 20 Einwechslungen und Svanberg (Wolfsburg) mit 2 gelben und einer gelb-roten Karte. Bei den Vereinen liegen vorne: Leverkusen 15, Union Berlin 14, Bremen 13. Die kritischsten Schiedsrichter gegenüber Spielern, die von der Bank kamen, sind: Storks mit 15 sowie Exner und Zwayer je 14.
545 Spiele hat Manuel Neuer vom FC Bayern inzwischen in der Eliteliga absolviert (davon 156 für Schalke), sein Hoffenheimer Konkurrent um den Platz im Tor der deutschen Nationalelf bei der WM, Oliver Baumann, 523 (davon 131 für Freiburg).
990 Tore wurden erzielt (Vorjahr 959), fünf mehr als vorletzte Saison, aber immer noch über drei pro Begegnung (3,24).
1162 gelbe Karten (Vorjahr: 1186) wurden von den Schiedsrichtern gezückt (einschl. 23 gelb-rote), das sind 25 gelbe weniger als 2024/25 (davor sogar 1264). Die Spiele mit den meisten gelben Karten (10) waren: Leverkusen vs. Gladbach am 4. und HSV vs. FC Bayern am 20. Spieltag. Der fairste Verein war nicht mehr wie so oft in den letzten Jahren der Rekordmeister, sondern der faire Absteiger Heidenheim mit nur 48 gelben Kartons, gefolgt von Freiburg mit 51 (49 gelbe/1x gelb-rot) und Leipzig mit 52. Augsburg fing sich wie 2024/25 mit 82 die meisten (80 gelb/1x gelb-rot), dahinter der HSV mit 78 (68 gelb, 5x gelb-rot!) und Bremen mit 77 (71 gelb, 3x gelb-rot).
2823 Einwechslungen sind neuer Rekord, der alte aus der letzten Saison wurde um 27 überboten. Das sind 4,6 im Schnitt pro Spiel für jede der 18 Mannschaften. Die meisten Akteure schickten die Trainer vom 1. FC Köln (Kwasniok und R.Wagner) von der Bank aufs Feld: 169. Das heißt: nur bei der 1:2-Heimniederlage gegen RB Leipzig am 21. Spieltag wurden vier Reservisten ins Spiel gebracht, ansonsten nahm Köln immer das Auswechselkontingent von fünf pro Spiel in Anspruch.. Danach folgen Aufsteiger Hamburger SV und Absteiger Heidenheim (je 167) und Stuttgart (163). Am wenigsten Gebrauch von dieser Möglichkeit machte der andere Direktabsteiger St. Pauli aus Hamburg mit nur 133 (= 3,9 pro Match). Es folgen mit weitem Abstand Bremen mit 143 sowie Mainz (151).